Bestatter zu Besuch an der Birger-Forell-Realschule

Die Klasse 10d der Birger-Forell-Realschule behandelte im Religionsunterricht das Thema  „Tod ... und was dann?“
Höhepunkt der Unterrichtsreihe war der Besuch der Bestatterin Marion Piewitt und ihres Sohns Simon in der Schule. Simon ist zur Zeit Auszubildender im Bereich Bestattung und steht kurz vor der Beendigung seiner Lehrzeit. Seine Mutter und er hatten sich freundlicherweise bereit erklärt, mit den Schülern über die „praktische“ Seite von Tod und Sterben zu sprechen. Schnell fanden sie Kontakt zu den Jugendlichen, die bald merkten, dass Bestatter ganz normale Menschen sind, die nur einem Beruf nachgehen, dessen Dienste zwar fast alle in Anspruch nehmen, den aber nur wenige ausüben können oder wollen.
Zunächst ging es um rein sachliche Aspekte, wie z.B. Vorschriften und Gesetze und Arten der Bestattung.  Marion und Simon Piewitt wiesen auf die Möglichkeit der Beisetzung in einem Friedwald hin, was eine verhältnismäßig neue Form der letzten Ruhe ist.
Die Klasse 10d mit Frau Marion Piewitt und Herrn Simon Piewitt vom gleichnamigen Bestattungsinstitut.
Besonders interessant wurde es für die Schüler als es zu ganz persönlichen Fragen kam: “Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen? Wie halten Sie das psychisch aus? Stellen Sie Veränderungen im Verhalten Ihrer Bekannten Ihnen gegenüber fest, seit Sie diesen Beruf ausüben?“ usw. . Mit viel Sachverstand und Geduld gingen Marion und Simon Piewitt auf die Fragen der Schüler ein. Deutlich wurde, dass im Mittelpunkt ihres Tuns der Mensch, und zwar der Gestorbene wie der Hinterbliebene steht. Das ruhige Abschiednehmen vom Verstorbenen, eine Beisetzung, die Würde ausstrahlt, das ernste und tröstende Gespräch mit den Hinterbliebenen haben sich Marion und Simon Piewitt zum Ziel ihrer beruflichen Tätigkeit gesetzt.
Abgerundet wurde der Besuch durch Anschauungsmaterial: Fotos mit verschiedenen Särgen und von Trauerfeiern, eine Urne für die Einäscherung und der „Handwerkskoffer“ des Bestatters fanden das ungeteilte Interesse der Schüler, denen ein bisschen die Angst vor einem Gespräch über das „Tabuthema“ Tod genommen wurde.