Medienbetreuer aus

Paten des Söderblom Gymnasiums und der
Birger-Forell-Realschule erhalten Weiterbildung

Samstagmorgen, der 15. Juni. Trotz Hitze und Freibadstimmung besuchen 50 Schülerinnen und Schüler der beiden kirchlichen Schulen in Espelkamp das Jugendzentrum Isy 7 um eine Weiterbildung zum Medienbetreuer zu absolvieren. Diese Schüler, die eine Ausbildung zum Paten für die zukünftigen 5. Klassen des Söderblom-Gymnasiums und der neuen Evangelischen Sekundarschule durch den Schulsozialarbeiter Sebastian Schröder absolviert haben, wollen an diesem Tag fit für das Internet werden.

Birgit Thinnes vom Kommissariat Vorbeugung hebt hervor, dass „Schüler in Bezug auf das Internet 'native speakers' sind, während wir Erwachsenen mit diesem Medium nicht groß geworden sind.“ Dadurch könnten gerade jüngere Schüler, für die sie ja Paten sind, den Weg zu den Paten und zukünftigen Medienbetreuern finden und sich mit ihren Problemen anvertrauen. Inhalte dieser Weiterbildung sind der richtige Umgang mit Sozialen Netzwerken, Cybermobbing und sexuelle Anmache, aber auch das Urheberrecht. Im Internet lauern Gefahren und durch einen unüberlegten Klick kann man schnell auf eine falsche Seite gelangen oder durch ein unpassendes Bild des Users zum Opfer oder Straftäter werden. Um diesen und anderen Gefahren entgegen wirken zu können fand dieser Tag fernab der Schule im Jugendzentrum statt.




Durch Filmsequenzen, Diskussionen und den Austausch von eigenen Erfahrungen war der Samstag für die Schülerinnen und Schüler eine interessante Erfahrung, die sie später anderen Mitschülern weitergeben möchten. Sebastian Schröder, Schulsozialarbeiter am Schulzentrum, meint dazu: „Den Kindern und Jugendlichen fällt es oft leichter sich älteren Mitschülern mit Problemen, die im Internet auftreten, anzuvertrauen. Angst, etwas falsch gemacht zu haben, oder Schamgefühl hindern sie vielleicht daran, sich einem Erwachsenen zu öffnen. Medienbetreuer sollen diese Lücke schließen.“

Einen ganzen Samstag etwas für Schule und seine Mitschüler zu tun ist nicht selbstverständlich. Dennoch opferten die Schülerinnen und Schüler ihren freien Tag. (Schö)